Wortkunst

Damit meine ich größere Herausforderungen als bei einem Fließtext, in dem es „nur“ auf die Aussage ankommt. Zur Verdeutlichung einige Beispiele.

Slogan- und Namensentwicklung

Bei der Entwicklung eines Claims oder eines Slogans kommt es auf aussagekräftige Worte an. Es sollen schließlich die Werte des Unternehmens transportiert werden. Sind diese gefunden, geht es um die Wortmelodie. Lässt sich der Satz noch holprig aussprechen, ist er noch nicht stimmig. Dann geht er weder ins Ohr noch in den Kopf und das Ziel ist verfehlt. Also wird weiter gefeilt und mit jeder Nuance kommt man dem Endprodukt ein Stück näher.

Gedichte und neue Reime für bekannte Melodien

Zu größeren Feiern wird häufig ein bekannter Song genommen und der Text auf den Veranstalter umgedichtet. Es gilt die Situationen so zu beschreiben, dass die Erinnerungsbilder während des Vortrages vor dem inneren Auge auftauchen. Damit der Zuhörer den Text leichter erfassen kann, wird vorzugsweise eine Reimform angestrebt. Kommt ein anderes Wort als das „erwartete“, wird es schwieriger, dem Inhalt zu folgen. Das würde die Mühe zunichtemachen.

Affirmationen

Affirmationen sind positive Glaubenssätze, deren Wirkung durch die gereimte Form verstärkt werden kann. Das klingt leicht, doch die Mühe liegt im Detail. Die Formulierung muss das Anliegen in der Ich- und in der Gegenwartsform zum Ausdruck bringen, zusätzlich darf keine Verneinung enthalten sein. Mehr Details unter „Affirmationen“

Diese Beispiele sollten verdeutlichen, was ich unter Wortkunst verstehe. Nicht nur die richtige Aussage muss gefunden werden, es gibt noch Melodie und Aussprache, die Berücksichtigung finden sollten. Genau diese Zusatzaufgaben machen meinen Beruf absolut liebenswert und facettenreich.